Woche 8 / 2017

Ohne ein neues Kleid geht gar nichts

Guggenmusikklänge. Das war etwas vom Ersten, was Rita Stanger in ihrem Leben zu hören bekam. Denn als sie kurz nach der Geburt aus dem Surseer Kreisssaal geschoben wurde, schränzte draussen eine Guggenmusik vorbei – es war gerade Fasnachtssonntag. «Vielleicht hat mich das wirklich geprägt», lacht sie. Die Fasnacht hat sie von Kindesbeinen an fasziniert und lässt sie bis heute nicht los. Schon als kleines Mädchen liebte sie es, sich zu verkleiden und in andere Rollen zu schlüpfen. Diese Leidenschaft ist bis heute geblieben. Zusammen mit ihrer Freundin Carmen Staubli ist Rita Stanger an jeder Fasnacht unterwegs, in wunderschönen, phantasievollen Kostümen, immer selbst entworfen und genäht. Der Aufwand ist zwar gross, aber nicht übertrieben: «Wenn Carmen und ich loslegen, brauchen wir um die fünf Nachmittage für unser Kostüm, mehr nicht.» Stanger sieht ab und zu aufwendig genähte Kleider, die aber ihre Wirkung aufs Publikum kaum entfalten. Eigentlich schade, sagt sie. «Man muss ein Auge fürs Wesentliche entwickeln, dann bekommt man mit einem vertretbaren Aufwand ein tolles Kleid hin.» mehr