Woche 17 / 2017

Wo sich Ringelnatter und Kammmolch wohl fühlen

«Das ist der Regenruf eines Buchfinks. » «Dieses Häufchen stammt von einem Fuchs.» Wer mit Stefanie Pfefferli durchs Naturlehrgebiet Buchwald in Ettiswil streift, merkt schnell: Da ist eine wahre Naturkennerin unterwegs. Nach einer Lehre als Floristin hat die 27-jährige Solothurnerin, die seit kurzem in Ettiswil wohnt, eine Weiterbildung als Natur- und Umweltfachfrau absolviert. Seit 2015 betreut sie das Naturlehrgebiet. Sie zeichnet dort im Rahmen eines 75-Prozent- Pensums etwa zu gleichen Teilen für Umweltbildung (Führungen Schulklassen) und Gebietsunterhalt (Pflege, Buchhaltung, etc.) verantwortlich. Das Naturlehrgebiet ist ein kleines Bijou. Auf fünfeinhalb Hektaren finden hier zahlreiche Tier- und Pflanzenarten eine Heimat – auch seltene oder gar vom Aussterben bedrohte. Die Geschichte des Naturlehrgebiets reicht mehr als ein halbes Jahrhundert zurück. Als Anfang der 1960er- Jahre der Kiesabbau an diesem Standort erschöpft war, sollte dort eine Abfalldeponie entstehen. Da die verlassene Kiesgrube schon damals einen bedeutenden Lebensraum für Tiere und Pflanzen darstellte, regte sich dagegen jedoch Widerstand. Der Ettiswiler Fritz Steiner gründete eine Familienstiftung, die schliesslich 1969 das Areal kaufte und daraus in den Folgejahren ein Naturlehrgebiet schuf. Dieses umfasst neben Wald auch Trockenwiesen, Ruderalflächen, Hecken, Brachflächen, Sandbiotope oder Teiche. mehr