Woche 29 / 2019

Hier geht es dem Berufkraut an den Kragen

Sein Blick ist scharf. Wenn Josef Rölli sein Haus verlässt, entgeht ihm keiner. Der 69-jährige Altbürer entdeckt sie überall: Neophyten, problematische Exoten, die sich in der hiesigen Pflanzenwelt ausbreiten und einheimische Arten verdrängen. Zu ihnen gehört das Einjährige Berufkraut. Im ganzen Kanton mittlerweile verbreitet, entwickelt es sich zu einer regelrechten Plage, lässt in Weiden, Magerwiesen, an Ufern, Schuttplätzen und Wegrändern anderen Pflanzen keine Chance. Schon letztes Jahr ging man in Altbüron gegen das Berufkraut ein erstes Mal vor. Schüler jäteten rund um die Antoniuskapelle die Naturwiesen. Doch das Ergebnis war unbefriedigend. Nicht wegen der Schüler, sondern weil Ausrüstung und Wissen noch nicht auf dem heutigen Stand waren. Denn das Berufkraut muss nicht nur abgerissen, sondern mitsamt Wurzel aus dem Boden entfernt und auch sofort entsorgt werden, weil die Blüten schnell notreif werden und absamen. Mähen ist nur bedingt zielführend. Zwar schwächt ein wiederholter, tiefer Schnitt den Bestand und drängt ihn langfristig zurück; doch einmaliges Mähen fördert das Wachstum und verschlimmert gemäss Umweltberatung Luzern die Situation. mehr

Archiv