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| Donnerstag, 2. Februar 2012 / Nr. 5 |
Dagmersellen: Vortrag zum Thema Balance im Familienalltag
Mütter gehören zur Risikogruppe |
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| Dominique Grütter erklärte wie es auch im Haushalt zu einem Burnout kommenkann. |
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Die anwesenden Mütter in der Dagmerseller Arche waren sich einig: Es gibt zwar immer mehr Theorien und Ratschlägewiemanseine Kinderzuerziehen hat, deswegen wird der «Job Mutter» jedoch nicht einfacher. ImGegenteil: Immer mehr Anforderungen werden an die «richtige», vielleichtgar «perfekte» Mutter gestellt.Wer diese Kriterien erfüllen will, ist richtig gefordert oder eben sogar überfordert. Hinzu kommtderUmgang mit Problemen, denen die Mütter vor 30 Jahren noch nicht ausgesetzt waren wie etwa mit den modernen Kommunikationsmitteln wie Facebook, Internet-Chats, Handy usw. «Um da die Kontrolle zu behalten, mitwemmeinKindverkehrt, brauche ich eine guteVertrauensbeziehung », erklärte Dominique Grütter. Berufstätige weniger gefährdet Die Paar- und Familientherapeutin, Schulsozialarbeiterin und Mutter von vier Kindernwurde vomVerein Schule und Elternhaus für den Vortrag nach Dagmersellen geladen. Sie kennt die Problematik auch aus eigener Erfahrung, kam nach der Geburt ihres jüngsten Kindes an ihre Grenzen. Ausgerechnet in jener Zeit, in der sie nicht berufstätig war. «Berufstätige sind sogar weniger burnout-gefährdet», sagte sie. Die Arbeit zu Hause geht nie aus, während man sich mit einem Job doch etwas abgrenzen kann. Auch können die Väter im Vergleich gelassener mit Erziehungsfragen und Hausarbeit umgehen, da siesich tagsüber ineinemanderen Kontext bewegen. «Die Mutter ist halt nach wie vor das Zentrum der Familie. Geht es ihr nicht gut, geht es auch der Familie nicht gut.»
Text und Foto: Philipp Indermühle
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